Donnerstag, 5. Juli 2012

Eine Reise durch Vietnam

Dieses Jahr hatte ich mir eine Reise durch Vietnam vorgenommen. Wie lange diese gehen sollte, stand anfangs nicht fest, da mehrere Länder auf dem Plan standen - los ging es jedenfalls auf den Philippinen, wo ich mit meinen Reisegefährten insgesamt 3 Wochen blieb. Nur der Abflug von Bangkok aus zurück nach München war für Mitte Mai vorgesehen.

Von Vietnam selbst hatte ich zuvor keine genauen Vorstellungen, wobei ich im Nachhinein schon erwartet hätte, dass die Strände schöner wären. Möglicherweise war ich auch einfach nur an den falschen Stellen, u.a. in Mui Ne und Nha Trang. Der eine Strand war mir zu verdreckt, bzw. das Wasser war sehr trüb - vermutlich durch die vielen Schiffe, die unweit fahren; und der andere Strand war mir zu sehr von Touristen bevölkert, wobei durchaus ansehnlich.


Aber ich bin sicherlich etwas verwöhnt, was schöne Strände angeht. Auf den Philippinen findet man teilweise Beaches, die man sich mit keinem anderen Urlaub teilen muss, und die kilometerlang sind. Highlights sind etwa in Sabang auf Palawan oder auch auf Siargao Island im Süden des Landes, auf Mindanao. Jedenfalls ging es im April von Manila aus mit dem Flieger von Cebu Pacific nach Saigon bzw. Ho Chi Minh City.

Visum für Vietnam
Im Vorfeld sollte man unbedingt auf die Visabestimmungen achten. Normalerweise ist es ratsam, sich das Visum für Vietnam schon in Deutschland zu holen; doch es gibt auch Websites, über die man das online erledigen kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man mind. 1-2 Wochen vorher alles erledigen, damit man bei der Einreise keine größeren Probleme bekommt. Irgendwo am Flughafen in Saigon oder Hanoi festzustecken, stelle ich mir nicht sonderlich attraktiv vor.

Gekostet hat mich das Online-Visum dann ca. 40 Euro, was ich noch ok fand. Zwar bin ich dann nur eine Woche in Vietnam geblieben, aber ich denke mal, dass ich dafür recht viel gesehen habe. In Ho Chi Minh City war ich nur eine Nacht, da mir die großen Städte in Südostasien nicht viel geben - egal, in welchem Reiseland ich mich dabei befinde. Ich war morgens nur noch kurz auf einem Markt und habe mir eine leckere Pho-Suppe mit Iced Coffee gegönnt, und dann ging es auch schon mit dem Bus in Richtung Mui Ne.

Zu einem Frühstück in Vietnam gehört in der Regel eine leckere Suppe (Pho), die es in vielen verschiedenen Varianten gibt.

Dort bin ich dann in einem Beach Resort untergekommen, das im französischen Kolonialstil erbaut wurde. Es war recht günstig für meine Begriffe, eine Nacht hat 12 $ gekostet, inkl. Meereszugang und etwas Strand davor. Doch wie gesagt: das Wasser war sehr trüb, und wirklich empfehlen kann ich die Gegend nicht. Die Restaurants dort führen alles andere als vietamesisches Essen, was ich recht schade finde, da die Küche Vietnams wohl zu den besten der Welt gehört.

Higlights in Mui Ne waren jedenfalls die Ausflüge zu den Sanddünen, der Besuch der "Fairy Stream" und das Laufen auf dem Boulevard. Überhaupt finde ich es immer super, meine Laufschuhe auszupacken, und laufend Gegenden zu erkunden. Was man in Vietnam und in Kambodscha auch immer gut machen kann: einfach ein Fahrrad ausleihen und auf dem Drahtesel neue Orte unsicher machen.



Von Mui Ne aus ging es dann weiter nach Dalat, womit ich sehr viel schöne Natur verbinde. Dort bin ich auf einem meiner Spaziergänge auf die "easy riders" gestoßen, mit denen ich dann eine dreitägige Motorradreise quer durch die Highlands von Vietnam unternahm. Wer das Land auf wirklich alternative Art und Weise bereisen will - fernab von diesen Touribussen, in denen man immer wieder dieselben Nasen sieht -, der sollte die ca. 60-80 $ pro Tag investieren.

Mit den "easy riders" ging es von Dalat aus quer durch die Central Highlands an die Ostküste Vietnams. Sehr abenteuerlich und empfehlenswert!

Mit den Motorad-Touristenführern habe ich drei malerische Tage verbracht, und bin dann auf Umwegen in Nha Trang gelandet. Auch dort hat es mich nur einen Tag gehalten, wo ich immerhin die Unterwasserwelt besucht habe und zwei Tauchgänge unternommen habe. Von dort aus ging es dann mit dem Nachtbus (sleeping bus) zurück nach Saigon, wo auch schon der nächste Bus über Phnom Penh nach Siem Reap in Kambodscha auf mich wartete. Aber von dieser 30 Stunden Tour berichte ich dann in einem weiteren Reiseartikel:)

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